Es gibt Bücher, bei denen ich eine gewisse Anlaufzeit brauche. Bis ich in die Handlung eintauchen kann, bis ich den Stil verstanden und die Figuren erfasst habe. «Die Schrecken der Anderen» von Martina Clavadetscher ist eines dieser Sorte. Weil ich fast immer abends vor dem Einschlafen lese, ist die Müdigkeit manchmal stärker. Die ersten paar Seiten des Romans der Schriftstellerin aus Brunnen musste ich darum mehrmals lesen. Und dann hat mich diese ungewöhnliche, krimiartig erzählte Geschichte gepackt wie kaum ein anderes Buch. So sehr, dass bisweilen sogar der Schlaf darunter gelitten hat.
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