Olten / Luzern

«Das könnte ich nie»: Warum sich dieser 19-Jährige bewusst für die Psychiatrie entschied

Viele verbinden die Psychiatrie mit Vorurteilen – Emanuel von Arx erlebt dort jeden Tag kleine Erfolgsgeschichten. Der 19-Jährige hat seine FaGe-Lehre in der Luzerner Psychiatrie abgeschlossen und möchte Berührungsängste abbauen.
Der 19-jährige Emanuel von Arx hat seine FaGe-Lehre in der Luzerner Psychiatrieabgeschlossen.
Foto: Dominik Wunderli (Luzern, 24. 6. 2026)

Allein mit dem Bus fahren, selbst einkaufen gehen oder wieder lachen können. Dinge, die für viele selbstverständlich sind, werden in einer psychiatrischen Klinik manchmal zu grossen Erfolgen. Diese mitzuerleben, bezeichnet Emanuel von Arx als belohnenden Teil seiner Arbeit. «Man fängt an, an kleinen Dingen Freude zu haben», sagt der 19-Jährige rückblickend auf seine dreijährige Ausbildung zum Fachmann Gesundheit EFZ in der Luzerner Psychiatrie (LUPS). «Viele wissen gar nicht, dass man die FaGe-Lehre auch in einer psychiatrischen Einrichtung absolvieren kann», erzählt der Oltner, der durch eine Kollegin auf den Beruf aufmerksam wurde. Nach dem Schnuppern war für ihn klar: «Das ist es.» Heute findet Emanuel von Arx klare Worte für das, was ihm damals schon imponiert hat: «Die Beziehungsgestaltung und die Haltung gegenüber den Patientinnen und Patientenhaben hier einen extrem hohen Stellenwert», betont er. «Die Grundlage für eine professionelle Beziehung ist Vertrauen. Es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, dass sie sich auf uns verlassen können und mit ihren Sorgen ernst genommen werden.»

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