Jugendsession fordert mehr Geld für die Pflegeberufe

LUZERN ⋅ Die Luzerner Jugendsession hat am Freitag im Kantonsratssaal getagt. Die Jugendlichen fordern, dass die Gewinne von Kantonsspital und Psychiatrie in die Pflege investiert werden.

19. November 2021, 20:11

Nach einer coronabedingten Pause im vergangenen Jahr hat am Freitag wieder die Luzerner Jugendsession im Kantonsratssaal getagt. Rund 50 Jugendliche nahmen daran teil, wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst.

Die Jugendlichen übergaben in einem symbolischen Akt ihre Petition an Staatsschreiber Vincenz Blaser. Darin fordern sie vom Luzerner Kantonsrat, dass die Gewinnabschöpfung vom Luzerner Kantonsspital und der Luzerner Psychiatrie – welche der Kanton Luzern in Form von Dividenden erhält – in die verschiedenen Pflegebranchen im Kanton Luzern reinvestiert wird. So sollen die Arbeitsbedingungen sowie die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege verbessert werden. Der Entscheid für die Petition ist mit 33 Ja- zu zehn Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen gefallen.

Als Gastredner nahmen Kantonsratspräsident Rolf Bossart (SVP) und Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) an der Jugendsession teil. Wyss zeigte sich begeistert: «Es ist grossartig, dass die Jugendlichen am politischen Geschehen interessiert sind und sich bereits in jungen Jahren für unterschiedliche Anliegen der Bevölkerung einsetzen.»

Verantwortlich für die Durchführung der jährlichen Jugendsession ist der Verein Jugendparlament Kanton Luzern, dessen Vorstand sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 25 Jahren zusammensetzt. (dlw)


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