Kanton Zug

Krankenkassen-Krimi im Kantonsrat: Prämien werden wieder steigen

Der Kantonsrat versenkte einen Vorstoss, der die Entlastungsmassnahmen im Gesundheitswesen auch nach 2027 beibehalten wollte. Auch von einer flexibleren Lösung wollte er nichts wissen.
Die Kosten für stationäre Behandlungen werden in diesem und im nächsten Jahr fast vollumfänglich vom Kanton Zug übernommen.
Foto: Archivbild: Jakob Ineichen (Zug, 6. 11. 2020)

Die Spannung im Kantonsratssaal war am Donnerstagvormittag nahezu greifbar: Die blauen und die roten Balken auf den Bildschirmen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Blau bedeutete: Teilerheblicherklärung der Motion für tiefere Krankenkassenprämien auch nach 2027. Rot bedeutete: Nichterheblicherklärung. Am Ende zeigten die Balken je 38 Stimmen an und lagen gleichauf. Im Ratssaal waren Laute zu hören, die wahlweise Überraschung, Schock oder Belustigung ausdrückten. Dann richteten sich die Augen auf Kantonsratspräsident Stefan Moos (FDP/Zug). Er hatte den Stichentscheid. Und als Zünglein an der Waage entschied er: Nichterheblicherklärung.

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