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Altdorf

Korporationsrat befindet über eine halbe Million für die Stiftung Papilio

An der Sitzung vom 23. September geht es um viel Geld, aber auch um Änderungen bei einem Gesetz und zwei Verordnungen.

Die Stiftung Papilio hat Grosses vor. 8,7 Millionen Franken will sie in ein neues Begegnungszentrum sowie in die Sanierung der Schule mit Therapiebad stecken. Nun soll der Korporationsrat Uri an seiner Sitzung vom 23. September einen Beitrag von 500'000 Franken sprechen. Die korporationsrätliche Prüfungskommission unterstützt den Antrag des Engeren Rats. Das Geld soll aus dem Fonds Werke zu Gunsten Betagter und Behinderter ausgezahlt werden.

«Der Neubau ist dringend nötig», heisst es in den Unterlagen zur Sitzung. Im Betriebsalltag zeige sich deutlich, dass die Stiftung Papilio immer mehr an ihre Grenzen stosse. «Ein Teil der Infrastruktur ist veraltet, insbesondere das 40-jährige Therapiebad. Viele Räumlichkeiten decken die Bedürfnisse der rund 950 betreuten Kinder und Jugendlichen nicht mehr zeitgemäss ab.»

Noch braucht es 3,5 Millionen Franken für das 8,7 Millionen-Projekt

Die Vorbereitungs- und Projektierungsarbeiten für den Neubau sowie die baulichen Sanierungen haben vor geraumer Zeit begonnen. Mehrere Stiftungen und auch die öffentliche Hand haben grössere Beiträge gesprochen. Per Ende Mai 2022 waren Zusagen von 5,2 Millionen Franken vorhanden. Um die Gesamtkosten von rund 8,7 Millionen abzudecken, besteht eine Finanzierungslücke von 3,5 Millionen. Diese soll durch weitere Beiträge der öffentlichen Hand sowie durch Spenden von Privatpersonen, Firmen und Stiftungen geschlossen werden.

Ziel des Patronatskomitees ist es, dass alle Urner Gemeinden einen Beitrag pro Einwohner zahlen. Gemäss Gesprächen mit dem Urner Gemeindeverband ist man zuversichtlich, dies zu erreichen, da sämtliche Infrastrukturbauten und Dienstleistungen der Stiftung Papilio allen Urner Gemeinden zur Verfügung stehen. Mit dem Kanton Uri besteht eine Leistungsvereinbarung mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Das Patronatskomitee mit rund 40 Urner Persönlichkeiten steht unter dem Präsidium von Ständerätin Heidi Z’graggen. Präsident Kurt Schuler ist als Vertreter der Korporation Uri ebenfalls Patronatsmitglied.

Gesetz über Bürgerrecht der Korporation soll angepasst werden

Wenn eine Korporationsbürgerin nach der alten Gesetzgebung das Korporationsbürgerrecht mit ihrer Heirat verloren hat, so kann sie es durch den Engeren Rat wieder feststellen lassen. Für das Verfahren musste bisher eine Gebühr von 70 Franken an die Korporation Uri bezahlt werden. Dies erscheint dem Engeren Rat nicht mehr gerechtfertigt, vor allem auch, weil die Regelung die Frauen benachteiligt habe. Daher soll das Gesetz über das Bürgerrecht der Korporation angepasst werden. Die Änderungen werden nach der Beratung durch den Korporationsrat Uri an der Korporationsgemeinde am 7. Mai 2023 auf dem Lehn in Altdorf behandelt.

Befunden wird an der Sitzung über eine Teilrevision der Verordnung über die Korporationsbürgergemeinden der Korporation Uri. Demnach soll an der Korporationsbürgerversammlung das leitende Gemeindeforstpersonal gewählt werden. Der Korporationsbürgerrat wählt die Angestellten, die keine leitende Funktion haben, zum Beispiel Forstwarte, Lehrlinge, Hilfspersonal und Aushilfen. Besteht zwischen zwei oder mehreren Korporationsbürgergemeinden ein Forstrevier mit Angestellten, so ist in beiden Fällen die Revierkommission für die Wahlen zuständig.

Der Korporationsrat berät über die Teilrevision der Verordnung über das Schmalviehschwendgeld. Dabei handelt es sich um eine Entschädigung, die für Verbesserungsarbeiten im Zusammenhang mit der Haltung von Schafen und Ziegen auf der Alp bezahlt wird. Grundsätzlich soll dieses beibehalten werden. Angestrebt wird jedoch eine administrative Vereinfachung. Die Zahlungen an die Gesuchsteller kämen zukünftig aus der allgemeinen Schwendgeldkasse der Korporation Uri. Mit diesem Verfahren für das Schmalviehschwendgeld wird die gleiche Methode angewendet, wie sie auch bei den Schwendarbeiten auf den Rindviehalpen praktiziert wird.

In die Rechnungsprüfungskommission wird ein neues Mitglied gewählt

Der Korporationsrat wählt an der Sitzung die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission für 2023. Nebst den zu bestätigenden Mitgliedern ist für das ordentlich ausscheidende Mitglied Peter Truttmann, Seelisberg, eine Ersatzwahl zu treffen. Aus den Reihen des Korporationsrats Uri können an der Sitzung Vorschläge gemacht werden. Vorgeschlagen sind als Präsident Walter Walker, Wassen; sowie die Mitglieder: Oliver Indergand, Schattdorf; Leo Zwyer, Sisikon; Josef Arnold, Spiringen.

Hinweis: Die Sitzung des Korporationsrats Uri findet am Freitag, 23. September, um 8.30 Uhr im Rathaus Altdorf statt.

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