Klassik

Beethoven, Mahler und Zemlinsky: Zuger Sinfonietta reist nach Wien und durch zwei Stilepochen

«Grüsse aus Wien»: In Cham und Zug erklang das vierte Abo-Konzert der Zuger Sinfonietta unter der Leitung von Daniel Huppert. Das Orchester spielte das Klavierkonzert in G-Dur von Beethoven mit dem Solisten Joseph Moog. Umrahmt wurde es von zwei weniger bekannten spätromantischen Werken.
Die Zuger Sinfonietta mit Solist Joseph Moog in Cham.
Foto: Stefan Man/Zuger Sinfonietta

Mit Beethoven begann der Siegeszug jener Instrumentalkonzerte, in welchen das Orchester neben dem Solisten eigenständiges thematisches Gewicht erhält und sich nicht mehr mit der blossen Begleitung begnügt. Nach einem der damaligen musikalischen Form widersprechenden Voraus-Einsatz des Klaviers folgte ein langes thematisch eigenständiges Vorspiel des Orchesters. Im zweiten Satz spielten die Streicher fast durchwegs in Oktavparallelen, während die Klaviereinsätze in ganz anderer Thematik erklangen. Die lebhaften Bewegungen des Soloparts und die sparsamen Bläser-Einsätze dienten möglicherweise auch einem besseren klanglichen Gleichgewicht mit dem im Klangvolumen noch bescheideneren Hammerflügel der Beethoven-Zeit.

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