Trockenheit

Höchstmögliche Gefahrenstufe: Kanton Luzern verhängt absolutes Feuerverbot im Freien

Ausgetrocknete Wälder, niedrige Gewässerstände und knappes Löschwasser: Die anhaltende Hitze setzt dem Kanton Luzern immer mehr zu. Die Bevölkerung wird zum Wassersparen und zur Vorsicht im Wald aufgerufen.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze im Kanton Luzern hat sich die Waldbrandgefahr drastisch verschärft. Nun zieht der Kanton die Reissleine: Ab sofort gilt im gesamten Kantonsgebiet ein absolutes Feuerverbot im Freien. Der Entscheid sei in Absprache mit dem Feuerwehrinspektorat der Gebäudeversicherung Luzern und der Umweltschutzpolizei Luzern getroffen worden, informiert der Kanton am Donnerstagmorgen in einer Medienmitteilung.

Das Verbot betrifft sämtliche offiziellen und inoffiziellen Feuerstellen, Feuerschalen, Holzkohlegrills, Einweggrills sowie Freiluft-Cheminées. Zudem sind das Wegwerfen von Zigaretten und Streichhölzern, das Abbrennen von Feuerwerk sowie das Steigenlassen von Himmelslaternen strengstens untersagt. Einzig das Grillieren mit Gas- oder Elektrogrills bleibt weiterhin gestattet. Verstösse gegen die Auflagen werden polizeilich geahndet, und Verursacher von Bränden müssen für die gesamten Einsatz- und Wiederherstellungskosten aufkommen.

Durch die Hitze und Trockenheit verfärbt sich das Gras immer mehr ins Braune, wie hier in Ruswil.
Bild: Urs Flüeler / Keystone

Neben der Brandgefahr führt die Trockenheit zu extrem niedrigen Grundwasser- und Gewässerpegeln, was auch die Versorgung mit Löschwasser für die Feuerwehr erschwert. Die Bevölkerung wird daher dringend aufgerufen, sparsam mit Trinkwasser umzugehen und regionale Einsparhinweise konsequent zu befolgen.

Für Fische und andere Wasserlebewesen in kleineren sowie mittleren Fliessgewässern ist die Lage durch die steigenden Wassertemperaturen und den sinkenden Sauerstoffgehalt teilweise existenzbedrohend. Die Bevölkerung wird daher gebeten, Flachwasserbereiche zu meiden, um die Tiere nicht zusätzlich zu stressen. Zudem wird zur Vorsicht beim Aufenthalt im Wald geraten, da ausgetrocknete Äste unvermittelt abbrechen und herabstürzen könnten.

Eine nachhaltige Entspannung der Situation ist erst durch flächendeckende, tagelange Niederschläge zu erwarten. Daher werde die Lage weiterhin fortlaufend neu beurteilt, heisst es in der Meldung. Alle relevanten Informationen zum geltenden Verbot sind unter www.lawa.lu.ch zu finden. Der Kanton bittet die Bevölkerung zudem, sich unter www.waldbrandgefahr.ch über die aktuelle Gefahrenlage und geltende Massnahmen zu informieren. (luz)

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