Sommerserie «Ausgelesen» (9/12)

Ausbruch aus traditionellen Strukturen: Wie «Brief an den Vater» von Franz Kafka mich auf meinem Weg bestärkte

Unsere Redaktorin erklärt, warum sie Franz Kafka seit Jahrzehnten nicht mehr loslässt und warum der Text von «Brief an den Vater» für sie dabei besonders heraussticht.
Eines der zahlreichen Kafka-Bücher der Redaktorin hat deutliche Gebrauchsspuren, da es seit Jahren ihr treuer Begleiter ist.
Foto: Matthias Jurt (Zug, 23. 7. 2026)

Das erste Mal kam ich mit einem Werk von Franz Kafka vor etwa 17 Jahren in Berührung. Während meines Studiums in Zürich bekam ich als Hausaufgabe des Freifachs Literaturgeschichte auferlegt, «Die Verwandlung» zu lesen. Mir gefiel die Geschichte wirklich gut und ich erkannte mich in so vielen Punkten wieder. Gregor Samsa, das war im Grunde ich, wie ich damals erstaunt feststellte. Ich erlebte quasi einen nicht enden wollenden «Aha-Moment» mit jedem gelesenen Satz.

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