Kantonsrat Zug

Parlament pro Millionen für Expat-Schule – doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Klientelpolitik für eine wohlhabende Elite oder Investition im öffentlichen Interesse? Das 15-Millionen-Darlehen für die International School of Zug and Luzern (ISZL) wurde im Kantonsrat kontrovers diskutiert. Und die Debatte dürfte noch weitergehen.
Die neue «Middle School» ist Bestandteil der geplanten Erweiterung der International School of Zug and Luzern (ISZL) in Hünenberg.
Foto: Visualisierung: zvg/ISZL

Obwohl es im Kantonsrat explizit verneint wurde – die Diskussion über das Darlehen für die private International School of Zug and Luzern (ISZL) war auch eine Expat-Debatte: «Investieren wir in bezahlbaren Wohnraum für die Zuger Bevölkerung, anstatt Millionen in eine Luxusschule für Expats zu stecken», sagte etwa Luzian Franzini (Zug) im Namen der ALG-Fraktion. Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP), der das Geschäft für die Regierung vertrat, nahm den Gegenstandpunkt ein: «Expats sind Fachkräfte, auch wenn sie nur eine beschränkte Zeit hier sein mögen, sind sie wichtig.» Das Geld für die Schule liege damit im öffentlichen Interesse.

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