INFRASTRUKTUR DER ZUKUNFT

Abschied von 60 Masten: Gotthardleitung verschwindet im Berg

Mit dem Bau des längsten Erdkabels der Schweiz beginnt für die historische Gotthardleitung ein neues Kapitel – tief unter dem Pass, hochkomplex und mit Blick auf die Stromzukunft der Schweiz.
Spezialisten wechseln mit Hilfe eines Helikopters die Warnleuchtkugeln für die Starkstromleitung der Linie Airolo–Mettlen in Erstfeld aus.
Foto: Urs Flüeler/Keystone (Erstfeld, 4. 8. 2025)

1933 war es eine kleine Sensation: Die Gotthard-Höchstspannungsleitung nahm ihren Betrieb auf – damals noch mit bescheidenen 150 Kilovolt. Heute transportiert sie mit 220 Kilovolt Strom von den alpinen Wasserkraftwerken Richtung Norden. Die rund 60 Kilometer lange Freileitung schlängelt sich spektakulär über das Hochgebirge und ist nach wie vor Teil der zentralen Nord-Süd-Stromachse der Schweiz. Ihre geplante Lebensdauer? 80 Jahre. Diese Grenze hat sie längst überschritten.

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