Portrait

«Ich rettete ihr das Leben» – 40 Jahre unterwegs als Zuger Pöstler

Eigentlich wollte der Zuger Josef Gwerder einen Job, bei dem er ausschlafen kann. Stattdessen wurde er Pöstler. Auch wenn er viel erlebt hat: Ein Hund hat ihn noch nie gejagt.
Josef Gwerder im Lüssirainquartier – hier kennt er jede Strasse.
Foto: Stefan Kaiser (Zug, 31. 1. 2025)

Rückblende 1986: Der 16-jährige Josef Gwerder tuckert mit seinem zweirädrigen Töff durch die Zuger Gartenstadt. Vorne und hinten sind Kisten montiert – gefüllt mit Briefen und Zeitungen. In der Innentasche seiner Jacke die mit Tausenden Franken gefüllte Postgeldbörse. Eines ist klar: Fehler darf er sich keine erlauben. «Damals brachte ich den älteren Leuten ihre überlebenswichtigen AHV-Renten direkt nach Hause. Viele hatten noch kein Bankkonto», sagt der inzwischen 55-Jährige. Dieser Service ist bei der Post längst verschwunden. Doch fast vierzig Jahre später trägt Gwerder noch immer Briefe aus.

Weiterlesen?

Dieser Inhalt ist nur mit einem Digital-Abo sichtbar.

Abo

Digital ohne E-Paper

1 Monat für
CHF 19.-

monatlich kündbar

Gedruckt & Digital mit E-Paper

1 Jahr für
CHF 394.-