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Hingeschaut: Plastische Inszenierung mit grosser Wirkung

Kein Gemälde, sondern Figuren im Zentrum – und sie sind älter als der Altar selbst: Der Hochaltar von St. Martin in Baar bricht mit dem barocken «Regelfall» auf überraschende Weise.
Pfarrkirche St. Martin, Baar: Wo andernorts «normalerweise» ein Altarblatt hängt, bevölkern Figuren diesen Raum.
Foto: Andreas Faessler (Baar, 1. 4. 2026)

Das grosse Mittelfeld des Altars weist also kein Gemälde auf, wie es mehrheitlich der Fall ist. Stattdessen belebt eine vielköpfige Figurenschar das Zentrum des Retabels. Hinter dem Tabernakel sind die zwölf Apostel gestuft und symmetrisch angeordnet. Sie sind kniend und stehend dargestellt. Darüber prangt eine ebenfalls vollplastisch ausgeführte Himmelfahrt Mariens. Die Muttergottes kniet auf einem Wolkengebilde, blickt nach oben und empfängt die Krone durch die Dreifaltigkeit mit Gottvater, Jesus und dem Heiligen Geist. Musizierende Engel begleiten die Szene.

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