16.02.2026, 18:42 Uhr
updateAktualisiert: 16.02.2026, 21:43 Uhr
Andreas Faessler
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Man kennt das so häufig karikierte Bild: Die resolute Ehefrau wartet spätabends mit dem Trölholz hinter der Haustür auf ihren sternhagelvollen Mann und zeigt ihm, was sie von seinen Sauftouren hält. Die Zugerin Margarethe «Greth» Schell hielt es an jenem Abend des Jahres 1721 jedoch anders. Sie wusste sehr wohl, dass ihr weinseliger Gatte den Weg vom Wirtshaus nach Hause nicht alleine finden – oder freiwillig antreten – würde. So schwärmte die alte Greth aus und streifte durch die Zuger Gaststätten. Schliesslich fand sie ihren Mann sturzbetrunken in ebenso beschwipster Gesellschaft, packte ihn in ihren Tragkorb und schleppte ihn nach Hause.
