Amsteg

«Hier riecht es wie in einer Latrine»: Wenn der Gotthardstau bin ins Dorf reicht

Latrinengeruch, verstopfte Strasse und eingeschränkte Mobilität: Die Bewohner Amstegs leiden unter dem Verkehrsaufkommen am Gotthard. Über die Ostertage erwartet ein Anwohner eine «Explosion».
Links im Bild verläuft die Kantonsstrasse durch Amsteg.
Foto: Yann-Alexander Hage
(Amsteg, 31. 3. 2026)

Amsteg, einige Tage vor Ostern: Die angrenzende Reuss plätschert vor sich hin, weiter hinten dröhnt die Autobahn. Vereinzelte Wagen, mal mit Urner, mal mit deutschem, französischem oder niederländischem Kennzeichen, fahren durchs Dorf. Vorboten des kommenden Osterverkehrs.  Schneeflocken rieseln vom Himmel und scheinen die Bewohner ins Innere ihrer Häuser zu verbannen – im Dorf ist niemand unterwegs. Nur ein Mann wagt sich vor seine Tür, unter der Armbeuge ein Klemmbrett. Er, der schon seit über vierzig Jahren im Amsteg lebt und lieber anonym bleiben möchte, warnt vor der «Explosion», die Amsteg in einigen Tagen erfassen wird.

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