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Sommerserie «Ausgelesen» (6/12)
Warum mich Macondo seit zwanzig Jahren nicht loslässt
Der kolumbianische Autor Gabriel García Márquez hat mit «Hundert Jahre Einsamkeit» einen Klassiker geschaffen. Er beweist, dass Literatur mehr sein kann als eine Geschichte.
«Wenn du wahnsinnig werden musst, dann bitte allein», sagt Úrsula Iguarán zur ihrem Ehemann - aus dem Roman «Hundert Jahre Einsamkeit» von Gabriel García Márquez.
Das ursprüngliche Macondo ist für mich einer der schönsten Orte der Welt – obwohl es ihn gar nicht gibt. Der kolumbianische Autor Gabriel García Márquez erschafft dieses Dorf mit wenigen Sätzen, und doch steht es sofort vor dem inneren Auge: zwanzig Häuser aus Lehm und Schilf am Ufer eines ...