Festival

Ein «abgerundetes Hörerlebnis»: «Sommerklänge» stellen Unbekanntes neben Bekanntes

Im Dreiklang-Saal Steinhausen stellte das Ensemble Chamäleon Florence Price und Johannes Brahms gegenüber: Nach dem leidenschaftlichen Klavierquintett der fast vergessenen US-Komponistin in a-Moll erklang Brahms' weltberühmtes Klavierquartett in g-Moll op. 25.
Das Ensemble Chamäleon stellte im Gemeindesaal Dreiklang Florence Price Johannes Brahms gegenüber.
Foto: Mathias Renner (Steinhausen, 20.7.2026)

Die Komponistin Florence Price (1887-1953) schrieb 1943 an den damals weltberühmten Dirigenten Sergej Kussewizki (1874-1951): «Ich habe zwei Handicaps: Ich bin eine Frau und ich habe auch schwarzes Blut in meinen Adern.» Tatsächlich hatte sie schon zu Lebzeiten Mühe, Anerkennung zu finden. Sie wechselte den Wohnort von den USA-Südstaaten nach Chicago, und sie hatte Schwierigkeiten, die offizielle Aufnahme in den Komponistenverband zu erhalten. Nach ihrem Tod verschwanden die zu Lebzeiten doch einigermassen regelmässig gespielten Werke aus den Konzertprogrammen.

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