Suchtbehandlung

«Wir hatten viel Gegenwind»: Erika Lötscher vom Drop-in Luzern geht in Pension

Nach 34 Jahren verlässt Erika Lötscher die Suchttherapiestelle Drop-in der Luzerner Psychiatrie. Die Stelle hat sie selbst mitaufgebaut, was nicht einfach war.
Erika Lötscher betreut seit Jahrzehnten Menschen mit Drogenproblem. Nun geht sie in Pension.
Foto: Boris Bürgisser (Luzern, 9. 6. 2026)

Von aussen ist das Drop-in der Luzerner Psychiatrie kaum erkennbar, ein unauffälliges Wohngebäude im Bruchquartier. An diesem Mittwochmorgen warten zwei Männer darauf, hinter die fensterlose Tür gelassen zu werden. Sie rauchen Zigaretten, sind in ihre Gedanken vertieft. Es ist kurz vor 8 Uhr. Im Inneren des Drop-in ist es angenehm kühl und ruhig, etwas Beissendes liegt in der Luft. Hier werden Opioid- und Mehrfachabhängige ambulant abgeklärt und betreut. Zweimal täglich können sie im Rahmen ihrer Behandlung Medikamente wie Methadon beziehen oder im sicheren Umfeld Heroin spritzen.

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