Zug

Sich im «Augenblick» verlieren: Begegnungen der besonderen Art

Vier überlebensgrosse Portraits, ein abgedunkelter Raum, eine sinnliche Klangkulisse und Kontemplation: Daniel Christen lädt in der Galvanik zu einer ungewöhnlichen Begegnung mit dem Gegenüber – und sich selbst.
Daniel Christen (Malerei, links) und Stefan Dittli (Klang) vor dem inszenierten Ölbild «Ananta».
Foto: zvg

«Die Augen sind der Spiegel der Seele» ist eine viel zitierte Weisheit, deren Ursprung in der Antike liegt. Für den Zuger Künstler Daniel Christen ist der Moment, wenn er jemandem in die Augen sieht, ein sinnliches Ereignis, das mehr als nur eine visuelle Kontaktaufnahme ist. Er schaut dabei nicht nur in die Seele seines Gegenübers, vielmehr fühlt er, als würde er dabei in seine eigene Seele schauen. «Beim Blick in die Augen eines Menschen setzen die Gedanken für kurze Zeit aus. Wir sind einfach ergriffen von der Begegnung, und manchmal entsteht rein durch den Blick ein Raum der Stille», beschreibt es Christen, der in Zug vor allem durch sein Studio für visuelle Kommunikation bekannt ist, das er bis 2025 geleitet hat. Seither  ist er als freischaffender Künstler tätig.

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