Zug

400 Jahre Chriesibrennen – jetzt bekommt die Zuger Tradition ihr «Kirsch-Depot»

Seit 400 Jahren prägt das Kirschbrennen Zug – jetzt soll diese Geschichte sichtbar werden: In der alten Remise an der Ägeristrasse 40 entsteht ein «Kirsch-Depot», das Tradition, Handwerk und Identität neu erlebbar macht.
Die 1884 erbaute Remise an der alten Stadtmauer wird zum Kirsch-Kompetenzzentrum.
Foto: Andreas Busslinger

Kirschbäume werden im Kanton Zug nachweislich seit mindestens Mitte des 14. Jahrhunderts kultiviert. Ihre vitaminreichen Früchte dienten zunächst ausschliesslich dem Verzehr, wurden aber allmählich auch zu hochprozentigem Kirschwasser gebrannt: Dies spätestens ab dem frühen 17. Jahrhundert. Denn von 1626 stammt eine erste urkundliche Erwähnung dieses Handwerks, als ein Mathias Brandenberg vom Rat der Stadt Zug verwarnt wurde, weil er sich über ein Verbot des Brennens von «Kriesywasser» hinweggesetzt hatte. Zug feiert heuer sozusagen 400-Jahr-Jubiläum des Kirschbrennens – zumindest seit dem ersten schriftlichen Nachweis. Gewerblich Kirschwasser gebrannt wurde in Zug jedoch erst ab 1798, als die Gebrüder Bossard in der Altstadt ein Handelsgeschäft gründeten und Kirschwasser destillierten. Seit diesem Zeitpunkt bis heute haben in der Stadt Zug insgesamt 17 Brennereien an 25 Standorten existiert.

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