Luzern

Bevölkerung segnet Gebäude-Kauf ab: Kantonsgericht erhält neuen Standort

Die Luzerner Stimmberechtigten unterstützen die Zusammenführung des Kantonsgerichts im Würzenbach-Quartier. Die Zustimmung fiel deutlich aus.
Der Kauf des Gebäudes im Würzenbach kann vollzogen werden.
Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 2. 6. 2026)

Der Kanton kann das Gebäude an der Würzenbachstrasse 8 in der Stadt Luzern kaufen. Die Stimmberechtigten haben den Sonderkredit von 18,5 Millionen Franken mit einem Ja-Anteil von 67,3 Prozent klar abgesegnet. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 60,9 Prozent. Damit kann das Kantonsgericht, das heute über drei Standorte in der Stadt verteilt ist, an einem Ort zusammengeführt werden. So sollen die Abläufe vereinfacht und effizienter gestaltet werden.

Die Vorteile des Kaufs, mit denen der Kanton vor der Abstimmung argumentiert hatte, haben offensichtlich auch die Stimmberechtigten überzeugt. So sei das Grundstück zentral gelegen und durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Es erfülle zudem auch die besonderen Sicherheitsbedingungen, die Lärmemissionen seien gering und die Umgebung attraktiv.

Es dauert noch, bis die Bauarbeiten beginnen

Das 3000 Quadratmeter grosse Grundstück war von einer Spezialkommission 2024 als geeignet erkoren worden. Das Parlament hatte dem Kauf im März ohne Gegenstimme zugestimmt. Das Grundstück gehört derzeit der Ausgleichskasse des Sozialversicherungszentrums Wirtschaft, Arbeit, Soziales (WAS). Es wird frei, nachdem die Ausgleichskasse im Sommer 2026 in den Neubau des Sozialversicherungszentrums WAS im Eichhof West in Kriens umziehen wird. Der Kaufpreis für das Gebäude beträgt 18,4 Millionen Franken. Dazu kommen noch Nebenkosten von maximal 100'000 Franken. Der Preis war im Kantonsrat als hoch oder zu hoch beurteilt worden, da er durch ein Bieterverfahren nach oben getrieben wurde. Ein Vorstoss, der von allen Parteien unterstützt wird, fordert nun für künftige Immobiliengeschäfte zwischen dem Kanton und ausgelagerten Organisationen mehr Leitplanken.

Das Gebäude muss für die Umnutzung nun um- oder neugebaut werden. Bis jedoch die Bauarbeiten beginnen, dauert es noch einige Jahre. Weil das Grundstück in einer Mischzone liegt, braucht es eine Anpassung des Zonenplans der Stadt Luzern. Zudem wird ein Architekturwettbewerb nötig. Noch nicht entschieden ist, ob es einen Um- oder einen Neubau gibt. Über die Baukosten wird eine Volksabstimmung durchgeführt, sofern sie 25 Millionen Franken übersteigen.

Bis dahin ist eine Zwischennutzung geplant. Die Stadt Luzern möchte das Gebäude mieten, eine Absichtserklärung wurde bereits unterschrieben. So soll der zusätzliche Bedarf an Schulräumen gedeckt werden, der aufgrund der steigenden Zahl von Primarschülerinnen und -schülern im Quartier entsteht, bis vorgesehene Schulhauserweiterungen umgesetzt sind. Ziel ist, dass die Stadt die Räumlichkeiten im Verlauf des kommenden Jahres für mindestens fünf Jahre nutzen kann.

++ Update folgt ++

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