Kommunale Abstimmung

Baar sagt dreimal Ja: Die neue Bauordnung ist deutlich angenommen

Die Stimmbevölkerung hat an der Urne die neue Bauordnung und den Zonenplan sowie das teilrevidierte Strassenreglement angenommen. Ein Ja gab es auch zum Verzicht auf die Mehrwertabgabe.
Blick auf das Baarer Gemeindehaus.
Bild: Jakob Ineichen

Die Baarer Stimmbevölkerung hat die umfassende Revision der Ortsplanung klar gutgeheissen. An der Urnenabstimmung vom Sonntag stimmten 6641 Personen der neuen Bauordnung und dem revidierten Zonenplan zu, 1407 lehnten die Vorlage ab. Damit beträgt der Ja-Anteil 82,5 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 57 Prozent.

Mit dem Entscheid schafft die Gemeinde die Grundlage für ihre künftige räumliche Entwicklung. Die neue Nutzungsplanung soll unter anderem preisgünstigen Wohnraum fördern, eine klimaangepasste Siedlungsentwicklung ermöglichen und genügend Flächen für öffentliche Aufgaben sichern. Gleichzeitig sollen Ortsbild, Landschaft und die Qualitäten der Quartiere langfristig erhalten bleiben.

Bauvorstand Zari Dzaferi zeigt sich gemäss Mitteilung der Gemeinde erfreut über das deutliche Resultat. Er führt die breite Zustimmung auch auf den Einbezug verschiedener Interessengruppen und der Bevölkerung während des mehrjährigen Planungsprozesses zurück. Vertreterinnen und Vertreter von Parteien und Organisationen wirkten in einem Begleitgremium mit, zudem konnten sich Einwohnerinnen und Einwohner über eine Online-Mitwirkung und während der öffentlichen Auflage einbringen.

Ebenfalls deutlich angenommen wurde die Teilrevision des Strassenreglements. Diese erhielt mit 6572 Ja- zu 1437 Nein-Stimmen eine Zustimmung von 82,1 Prozent. Die Anpassungen waren aufgrund der neuen Bauordnung und des Zonenplans notwendig.

Auch beim dritten Abstimmungsgeschäft folgte die Bevölkerung dem Gemeinderat. Mit 5318 zu 2663 Stimmen sprach sie sich gegen die Einführung einer Mehrwertabgabe aus. Der Ja-Anteil zum Verzicht auf die Abgabe lag bei 66,6 Prozent. Während Mitte, FDP und SVP die Haltung des Gemeinderats unterstützten, hatten SP, Alternative – die Grünen und Grünliberale die Einführung einer Mehrwertabgabe befürwortet.

Rechtskräftig ist die neue Ortsplanung allerdings noch nicht. Nach einer zweiten öffentlichen Auflage müssen Zonenplan, Bauordnung und Strassenreglement noch vom Zuger Regierungsrat genehmigt werden. (rh)

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