Fasnacht

Ausgelassen und laut in andere Rollen schlüpfen: Seit dem Spätmittelalter gehört die Fasnacht zur Innerschweiz

Fasnacht ist ein alter Brauch, der früher aber anders zelebriert wurde: mit opulenten Mahlen, Besuchen, Strafaktionen und Wettkämpfen. Geltende Normen, Ordnungen und Hierarchien wurden über den Haufen geworfen.
Die Würdenträger der Ob- und Nidwaldner Fasnacht (von links): Thomas II. Müller (Lälli-Zunft), Josef II. Zimmermann (Fasnachtszunft Ennetbürgen), Markus Walker (Hornerzunft Stans), Markus Blättler (Chriesizunft Kehrsiten) und Peter I. Gander (Frohsinn Stans).
Foto: Richard Greuter (Beckenried, 18. 1. 2025)

Die Fasnacht ist im Brauchkalender der Zentralschweiz eine feste Grösse. Sechs ereignisreiche, ausgelassene Tage, die mit dem Schmutzigen Donnerstag eingeleitet werden, enden am Dienstag vor dem Aschermittwoch. In der katholischen Kulturtradition gründend, bildete die Fasnacht im Zeitalter der Moderne unterschiedliche regionale und lokale Brauchelemente aus. Dennoch sind die tragenden Elemente in der ganzen Region universell geblieben. Gemeinsam ist fast allen fasnächtlichen Veranstaltungen das Zelebrieren der Ausgelassenheit, das Spiel mit gesellschaftlichen Rollen und sozialen Identitäten durch Verkleidung und das Erzeugen von Lärm.

Weiterlesen?

Dieser Inhalt ist nur mit einem Digital-Abo sichtbar.

Abo

Digital ohne E-Paper

1 Monat für
CHF 19.-

monatlich kündbar

Gedruckt & Digital mit E-Paper

1 Jahr für
CHF 394.-