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Ärger vor der Chilbi: Autoscooter-Betreiber sagt Teilnahme in letzter Minute ab

Die Rooter Chilbi vom Wochenende findet zwar statt, aber ohne Autoscooter. Das OK ist verärgert – auch, weil der betreffende Schausteller seit der Absage auf Tauchstation gegangen ist.

«Leider müssen wir mitteilen, dass der Schausteller mit dem Autoscooter trotz Vereinbarung seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und der Rooter Chilbi fernbleibt (...) Ein Ersatzfahrgeschäft in dieser kurzen Zeit zu organisieren ist nicht möglich.» Diese Zeilen hat das OK der Rooter Chilbi auf Facebook veröffentlicht. Der Anlass startet heute Freitagabend und dauert bis und mit Sonntag.

OK-Präsident und Gemeinderat Stefan Hoffmann bestätigt auf Anfrage, dass der Autoscooter-Betreiber in buchstäblich letzter Minute abgesagt hat: «Das ist für uns sehr ärgerlich, denn der Autoscooter ist ein wichtiger Treffpunkt für die Teenies.» Zudem sei es nach der pandemiebedingten Pause die erste Chilbi seit 2019, und dann passiere so etwas. Er habe in all den Jahren noch nie so etwas erlebt.

Enttäuscht sei er nicht nur über die kurzfristige Absage erst am letzten Dienstag, sondern auch über das Verhalten des betreffenden Schaustellers:

«Da offenbar personelle Probleme ausschlaggebend waren für den Rückzieher, boten wir ihm Hilfe an. Doch er reagiert weder auf Telefonanrufe noch auf SMS oder Whatsapp-Nachrichten.»

Verantwortlich für die Fahrgeschäfte an der Rooter Chilbi ist ein anderer Schausteller. Dieser konnte laut Hoffmann auch nichts tun. Die Namen der beiden Involvierten möchte er nicht nennen.

Zanolla kann nicht einspringen – seine Autoscooter sind bereits im Einsatz

Sicher ist, es handelt sich nicht um den Luzerner Schausteller Eugen Zanolla. Dieser sagt auf Anfrage: «Das Rooter OK hat mich bereits kontaktiert, ob wir mit einem unserer Autoscooter einspringen könnten, doch diese sind bereits woanders, in Urdorf und Stäfa, im Einsatz.» Und danach folge die Lozärner Määs. Ihn erstaunt nicht, dass Root kurzfristig eine Absage erhalten hat:

«Alle Schausteller sind momentan am Kämpfen – wir finden einerseits kaum noch Mitarbeiter und andererseits stehen viele Bahnen still, weil die TÜV-Prüfung ansteht.»

Dabei komme es aber zu langen Wartezeiten, denn wegen Corona seien diese europaweit organisierten Prüfungen ausgesetzt worden und nun herrsche halt grosser Nachholbedarf. Er sei am vergangenen Wochenende am Münchner Oktoberfest gewesen. «Sogar dort gab es Bahnen, die stillstanden, weil die TÜV-Prüfung noch nicht durchgeführt worden war», so Zanolla.

In Root schaut OK-Präsident Stefan Hoffmann trotz allem optimistisch auf das Wochenende: «Wir haben zum Glück ja noch andere Fahrgeschäfte, eine reichhaltige Marktstrasse, Beizli und zum ersten Mal am Freitagabend sogar Konzerte - ein Besuch der Chilbi lohnt sich also.»

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