Oberägeri

Grundversorgung im Ägerital gefährdet: Kanton verweigert Hausärztin die Zulassung

Die Nachfolgeregelung in der Hausarztpraxis Gesundheitspunkt in Oberägeri ist gescheitert. Die neue Ärztin erhielt nicht rechtzeitig ihre Zulassung vom Kanton und musste die Region wieder verlassen. Zurück bleibt eine Lücke und die Frage, wie viel Spielraum das System in solchen Fällen zulässt.
Die Praxis Gesundheitspunkt wird seit dem 1. Januar 2026 von der Gemeinde Oberägeri geführt.
Foto: Stefan Kaiser

Ein Schreiben der Mitte Oberägeri an unsere Zeitung thematisiert einen Vorfall, der ein strukturelles Problem aufzeigt: Gesetzliche Vorgaben und reale Versorgungsbedürfnisse greifen nicht immer ineinander. Die Hausärztin Nora Schützenberg sollte als Nachfolgerin von Emil Schalch (73) die medizinische Leitung der Hausarztpraxis Gesundheitspunkt in Oberägeri übernehmen. Zwar besitzt Schützenberg die Berufsausübungsbewilligung (BAB) des Kantons Zug, ihr Antrag auf die Zulassung zur Abrechnung über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) wurde vom Kanton bisher jedoch nicht bewilligt. Ohne diese können keine Leistungen abgerechnet werden, was die ärztliche Tätigkeit verunmöglicht.

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