Die Zuger Strafanstalt liegt inmitten von Wohnhäusern. Früher stand sie allein. Heute werfen Neubauten ihre Schatten über den grünen Innenhof, über dem ein Gitter gespannt ist. Es dient als Sichtschutz und als Einwurfschutz. Kein Natel und keine Drogen sollen hier durchkommen. Der Ort, an dem 1939 hinter Zuger Gefängnismauern das letzte Todesurteil vollstreckt wurde, ist heute freundlich gestaltet. Anstelle der Guillotine stehen jetzt von den Insassen gefertigte Holzskulpturen auf der Wiese: ein Schwan, ein Schaf, farbig bemalte Bänke. Zwischen Kräuterbeeten essen die Gefangenen bei gutem Wetter hier zu Mittag.
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