Kürzlich trafen sich rund 40 Zeitzeugen im Alters- und Pflegeheim Ybrig zum Thema Trauerbilder und Andachtsbilder, auch Helgeli genannt. Neun Personen übergaben über 1300 Bilder aus ihrer privaten Sammlung, damit sie eingescannt und für die kommenden Generationen bewahrt werden.
Ausgehend vom aktuell ältesten Trauerbild aus dem Jahre 1892 erläuterte Pius Fässler, wie sich die Erinnerung an die Verstorbenen im Laufe der Zeit veränderte. Bis in die 1960er-Jahre gab es nur kleine Fotos, und erst 1977 erschien das erste farbige Trauerbild. Anschliessend zeigte er eine Auswahl von Andachtsbildern, die früher im Kirchengesangbuch aufbewahrt wurden. Es ist erstaunlich, wie sich die Volksfrömmigkeit in den letzten 100 Jahren verändert hat.
Im letzten Teil präsentierte Gemeindepräsident Ruedi Keller Trauerbilder aus dem Nachlass von Heinrika Fässler-Horat (1938–2023) auf dem Grossbildschirm in der Cafeteria. Die Anwesenden äusserten sich spontan und in regem Austausch untereinander, um gemeinsam die gezeigten Personen zu bestimmen. Das Projekt Zeitzeugen will alte Fotos aus der Gemeinde Unteriberg für die kommenden Generationen bewahren, indem Originalbilder eingescannt und später, sofern die Zustimmung der Eigentümer vorliegt, im Internet publiziert werden. (zvg)

