Der diesjährige Partneranlass der KMU Frauen Schwyz im Restaurant Hohle Gasse in Küssnacht stand ganz im Zeichen der Unternehmensnachfolge. Referent Andy Weber vom Schwyzer Unternehmen KMU Nachfolgezentrum wählte dafür bewusst ein interaktives Format und passte seine Ausführungen laufend den Fragen des Publikums an.
Bereits zu Beginn zeigte sich, wie vielschichtig und anspruchsvoll Nachfolgeprozesse sein können: Organisatorische und rechtliche Fragen stehen dabei ebenso im Raum wie persönliche Verflechtungen und emotionale Aspekte. Entsprechend fokussierte Weber auf praxisnahe Fragestellungen, die die Anwesenden besonders beschäftigten.
Erste Überlegungen zehn Jahre vor der möglichen Übergabe
Ein zentrales Thema war der Einstieg in die Nachfolgeplanung. Weber machte anhand verschiedener Beispiele deutlich, dass es sinnvoll ist, bereits zehn oder mehr Jahre vor einer möglichen Übergabe erste Überlegungen anzustellen und konkrete Schritte einzuleiten.
Ebenfalls stiess die Unternehmensbewertung auf reges Interesse. Zwar gebe es etablierte Verfahren, doch eine offene Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien sei entscheidend. Auch im weiteren Verlauf des Abends betonte Weber immer wieder die zentrale Rolle des Dialogs. Wenn beispielsweise ein Patron Mühe habe, loszulassen, seien moderierte Gespräche oft ein unverzichtbarer Bestandteil des Prozesses.
Zum Abschluss richtete Weber einen eindringlichen Appell an das Publikum: Auch die Notfallnachfolge müsse unbedingt geregelt werden. Jede schon vorbereitete Massnahme sei in einer solchen Situation von grossem Wert. ( zvg )


