Am 15. August, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, wurde im Benediktinerinnenkloster der ewigen Anbetung in Au bei Einsiedeln die neue goldene Monstranz erstmals feierlich eingesetzt. Bereits im Mai hatte Pater Meinrad Hötzel das Werk in seiner noch unvergoldeten Holzfassung eingeweiht.
Ausgangspunkt für die neue Monstranz war ein praktisches Anliegen: Die bisherige Monstranz wog 3,8 Kilogramm und war für die Schwestern zu schwer. Auf Bitte von Schwester Benedikta entwarf die Architektin Marianne Hallmen eine neue, nur 998 Gramm leichte Monstranz. Ihre Form erinnert an ein Ahornblatt – inspiriert von einer Wanderung im Chlösterliwald. An der leicht geneigten Blattspitze befindet sich eine Miniatur des Wurzelkreuzes, das Schwester Anna Annin der Überlieferung nach 1280 im nahegelegenen Wald gefunden haben soll. Die zwölf kreisförmig angeordneten Granatsteine verweisen auf die zwölf Apostel und die drei tropfenförmigen Steine am schlanken Griff stehen für die Dreifaltigkeit.
Gefertigt wurde das Werk von regionalen Kunsthandwerkern: Holzbildhauer Philipp Kälin, Goldschmied Paul Blöchliger, Vergolderin Sylvia Fontana sowie den Schreinern Elmar Fuchs, Roland Fässler, Josef Kryenbühl und Thomas Meier. Priorin Schwester Felizitas begleitete die Umsetzung.
Zum Abschluss wurde den Handwerkern, den Schwestern sowie allen bisherigen und zukünftigen Spenderinnen und Spendern gedankt, die das Kunstwerk ermöglicht haben. Die Monstranz wird an Sonn- und Feiertagen ausgesetzt. (zvg)

