Vereinsbeitrag

Kantonales Jugendblasorchester konzertierte auf sehr hohem Niveau

Die Arbeit im Lager in Ftan hatte sich mehr als gelohnt, es war ein Konzert der Extraklasse.
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Sheila Grätzer aus Bennau begeisterte die Besucher mit ihren Soli.
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Sandro Blank hat mit seiner Arbeit das junge Orchester auf eine weitere Stufe nach oben gebracht.
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Seit über 30 Jahren ist das SKJBO musikalisch unterwegs. Jeweils im Zweijahresrhythmus findet ein einwöchiges Orchesterlager statt, dessen Abschluss durch zwei Konzerte, jeweils eines in Innerschwyz und eines in Ausserschwyz, gekrönt wird – diesmal in Einsiedeln und Wangen. Unter der neuen musikalischen Leitung von Sandro Blank kamen die Zuhörenden so kürzlich in den Genuss eines brillanten Konzertes.

Mit «The Hounds of Spring», einer Konzertouvertüre des amerikanischen Komponisten Alfred Reed, startete das Orchester furios. Reed liess sich dabei von «Atalanta in Calydon» des Dichters Swinburne inspirieren, einem poetischen Drama, das sich auf Themen wie Schicksal und Liebe konzentriert und von Reed wunderschön in Noten gesetzt wurde. Schon mit diesem ersten Werk setzte das SKJBO ein erstes Ausrufezeichen: Dynamik, Klangausgleich und eingestreute solistische Stellen waren nahe an der Perfektion. Anschliessend folgte «Amazing Grace», eines der beliebtesten amerikanischen Spirituals, in einer Fassung von Frank Ticheli. Solistin mit dem Altsaxophon war Sheila Grätzer. Sehr gefühlvoll und ausdrucksstark spielend, zog sie die Zuhörer in ihren Bann.

Die «English Folk Song Suite» ist eine dreisätzige Komposition des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams; rhythmisch nicht einfach zu spielen, wurde es vom Orchester in glänzender Manier gemeistert. Nach der Pause folgte «Izana» (zu Deutsch «Willkommen im Leben»), eine musikalische Hommage an die Geburt der Tochter des Komponisten, ein modernes Konzertwerk voller Lebensfreude, die auch die Musikantinnen und Musikanten ausstrahlten.

Anschliessend kamen die Besucher noch einmal in den Genuss eines wunderschönen Solos von Sheila Grätzer; mit «Oblivion» von Astor Piazolla begeisterte sie die Zuhörer erneut. «Second Suite for Band» von Alfred Reed war das eigentliche «Filetstück» im Programm. Das Werk mit dem Untertitel «Latino-Mexicana» besteht aus vier Sätzen, von denen jeder auf einem charakteristischen Lied, Marsch oder einer Tanzform basiert, die üblicherweise mit einem einzelnen lateinamerikanischen Land in Verbindung gebracht wird. Einstufungsmässig gehört das Werk zur Höchstklasse, und es war wirklich faszinierend, wie das junge Orchester die vielen Rhythmuswechsel mit Bravour meisterte. Damit auch ein grosses Lob dem Dirigenten Sandro Blank, der mit seiner Arbeit das Orchester hörbar auf eine weitere, höhere Stufe gehoben hat. (zvg)