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Eingesandt:  Vereinsbeitrag

Jubiläums-Bird-Race 2022

Das Team «Aaahh…!!Zugvögel» ging auch dieses Jahr am Bird Race ins Rennen, um möglichst viele Sponsorengelder zugunsten des Jubiläumsprojekts «100 Naturjuwelen» zu sammeln. Die Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Wasseramsel Innerschwyz und vom Zuger Vogelschutz Tom Übelhart, Erika Acklin, Wysel Schmidig und Doris Schmidig machten sich mit Feldstecher und Fernrohr im Gebiet Cimetta oberhalb von Locarno sowie in der Magadinoebene auf die Suche nach möglichst vielen Arten.

Beim Start um 21 Uhr war beim aufkommenden Gewitter der Ruf des Waldkauzes zu hören. In den nächtlichen Stunden zogen einige Gewitterzellen vorbei, und so schüttete es bei Tourbeginn um 6 Uhr wie aus Kübeln. Die gefiederten Freunde waren nicht gerade in Flugstimmung, ihre Rufe waren dennoch zu hören. Der Zaunkönig schimpfte unter der Wurzel hervor und ein Birkhahn hockte direkt auf dem Wanderweg. Die Rufe von Schwarz- und Buntspechten waren von Weitem zu hören. Nach dem Morgenessen liess der Regen nach, und die Tour ging weiter. Weitere stimmfreudige Arten konnten in die Liste eingetragen werden: Haubenmeise, Rotkehlchen, Tannenmeise, Haus- und Gartenrotschwanz liessen sich durch Feldstecher und Fernrohr bestimmen. Auch Goldhähnchen und Trauerschnäpper zeigten sich. Eine Dreiergruppe Waldbaumläufer kletterte einen Baumstamm hinauf.

Zurück im Tal, fasste man die Velos und reiste mit dem Zug nach Cadenazzo für den Start in der Bolle di Magadino. Der Regen hatte sich verzogen, und die ersten Bach-, Gebirgs- sowie Schafstelze wurden notiert. Sieben Kuhreiher flogen den Beobachtern fast schon Patrouille-Suisse-reif um die Ohren. Der Flussuferläufer durchstöberte seinen eigenen Wiesensee, den die nächtlichen Regenmengen gebildet hatten. Weitere temporäre Nassflächen zogen Silber-, Seiden- und Graureiher haufenweise an, ebenso die Kiebitze. So füllte sich die Artenliste nach und nach.

Im Hide bei Tenero konnten unter anderem Rohrweihe und Waldwasserläufer auf die Liste gesetzt werden. Später kamen Wasseramsel und zum ersten Mal im Tessin die Elster dazu. Normalerweise machten den Schlusspunkt die Fahl- und Alpensegler, doch ein Baumfalke stahl ihnen diesmal die Show. Er war der letzte Kandidat und bringt die stolze Zahl 98 auf die Artenliste. Um 19 Uhr war das Race beendet. (pd)