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Schweizer Cup

Zürich findet nicht aus der Krise

Der FC Zürich fällt noch tiefer: Der Schweizer Meister scheitert im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups am Unterklassigen Lausanne nach Verlängerung mit 2:3.
Zürich müht sich im Cup gegen Lausanne ab
Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Es war eine weitere schmerzhafte Niederlage für den FC Zürich. Zum wiederholten Mal in den letzten Wochen war die Mannschaft von Franco Foda dann nicht bereit, wenn es besonders zählte: Lausanne-Sport, der Absteiger und derzeitige Zweite der Challenge League, erzielte das 2:2 in der 95. Minute und rettete sich so in die Verlängerung. Dort liess sich der FC Zürich in der 114. Minute gar einfach auskontern.

Wie viel derzeit beim FC Zürich im Argen liegt, zeigte sich eben beim Siegtreffer der alles andere als überragend aufspielenden Lausanner: Der Freistoss von Ole Selnaes, der eigentlich eine gefährlich Aktion des FCZ hätte initiieren sollen, geriet zu kurz und über vier Stationen kam der Ball zu Aldin Turkes, der alleine vor Yanick Brecher zum 3:2 traf.

Turkes war der grosse Mann des Spiels. Der frühere FCZ-Stürmer, der monatelang wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen und erst in den letzten Wochen zu einigen ersten Kurzeinsätzen gekommen war, wurde von Ludovic Magnin, dem Lausanner Trainer mit FCZ-Vergangenheit, in der 89. Minute eingewechselt und traf gleich zweimal: in der 95. Minute bei der letzten Gelegenheit mit dem Kopf und in der Verlängerung nach dem perfekten Konter.

Die Verantwortlichen des FC Zürich gehen nach der sechsten Niederlage in Folge mit vielen Fragen in die Länderspiel-Pause. Dass die Antwort ein Trainerwechsel sein wird, ist zumindest nicht ausgeschlossen. Die Zwischenbilanz unter Franco Foda ist mit dem Cup-Out und dem vorletzten Platz in der Super League desaströs.

Der verletzte Lang trifft

Basel zog in der Verlängerung den Kopf aus der Schlinge. Die Basler schlugen den FC Aarau noch mit mit 3:1, vor allem dank dem verletzten Michael Lang. Ohne Fremdeinwirkung ging Lang in der dritten Minute der Verlängerung zu Boden und zeigte an, dass er ausgewechselt werden muss. Während sich sein Ersatz bereit machte, ging der Aussenverteidiger bei einem Eckball noch einmal mit nach vorne und stand prompt goldrichtig. Unmittelbar nach seinem Treffer zum 2:1 humpelte er vom Platz.

Das unterklassige Aarau fand nach einer intensiven Partie keine Antwort mehr und beklagte im Verlauf der Verlängerung noch zwei Platzverweise. Dan Ndoye sorgte in der 119. Minute für den Schlusspunkt zum 3:1 für den sich lange abmühenden Favoriten aus der Super League.

Ebenfalls bitter aus Aargauer Sicht war der Ausfall von Shkelqim Vladi. Bereits in der 3. Minute verletzte sich der mit acht Treffern beste Torschütze in der Challenge League und musste ausgewechselt werden. Vladi hatte am Freitag erstmals ein Aufgebot für die kosovarische Nationalmannschaft erhalten. Sein Einsatz ist nun fraglich.

Lugano siegt dank Endspurt

Titelverteidiger Lugano bekundet in Bern gegen Breitenrain keine Mühe, auch wenn die Tore zum klaren 4:0 mehrheitlich erst in der Schlussphase fielen. Boris Babic erzielte kurz nach Wiederanpfiff das 1:0. Danach sorgten die Eingewechselten für das klare Resultat gegen den Klub aus der Promotion League: Der argentinische Aussenverteidiger Ignacio Aliseda (70. und 89.) und der Algerier Mohamed Amoura mit dem schönsten Tor der Partie (86.).

Bobadilla trifft doppelt

Raul Bobadilla brachte den FC Schaffhausen beim 4:1 gegen den Ligakonkurrenten Yverdon nach einem Fehlstart wieder auf Kurs und in die Achtelfinals. Der argentinische Stürmer korrigierte das nach 38 Sekunden gefallene 0:1 mit zwei Toren bis zur 20. Minute. (sda)

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