Noch 250 Meter. Die Bewegungen sind weniger rund als am Anfang, dafür ist der Gesichtsausdruck verzerrter. Die sieben Athletinnen und Athleten, die in dieser Gruppe nebeneinander auf den Ruder-Ergometern sitzen, haben das gleiche Ziel vor Augen: Sie wollen die Distanz von 1000 Metern auf dem Bahnhofplatz so schnell wie möglich hinter sich bringen. Und sie befolgen alle den Ratschlag des Speakers, der das Dilemma auf der zweiten Streckenhälfte so umschrieben hatte: «Gehen wir in den Schmerz oder schonen wir uns noch ein wenig für den anschliessenden Lauf? Ich bin für all in.» Es ist, als ob Matthias Simmen nicht nur diese Aussage gehört, sondern auch einen zusätzlichen Gang gefunden hätte. Am Schluss fängt der gebürtige Urner seinen schärfsten Kontrahenten noch ab und belegt damit im Rudern Platz 1. Seine Taktik sei aufgegangen, sagt er und schmunzelt: «Ich habe immer gesehen, dass ich noch einige Meter hinter ihm bin, und wollte ihn auf den letzten 200 Metern überholen.»
«All in» geht auf: Matthias Simmen gewinnt beim Row & Run
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