Diesen «Notausgang» beziehungsweise diese Abkürzung hatten die HSLU-Projektverantwortlichen mit den Stadtlauf-Organisatoren abgesprochen. Auch aus logistischen Überlegungen, um nicht die Spitzenläufer der nachfolgenden Kategorien zu behindern, die knapp dreimal schneller rennen als Thea (35 kg, 130 cm). Das Lauftempo ist auch einer der grossen Unterschiede im Vergleich zu Theas chinesischen Kollegen, die eine Woche vor dem Luzerner Stadtlauf am Peking- Halbmarathon den (von Menschen aufgestellten) Weltrekord gleich um mehrere Minuten pulverisierten. Ein anderer Unterschied ist, dass Thea von den HSLU-Studierenden Lorenz Barna und David Acklin begleitet und manuell gesteuert wurde, während die Roboter in Peking mit automatisierter GPS-Navigation über eine nur für sie reservierte Strecke wetzen konnten. Am Luzerner Stadtlauf – Thea startete bei den City-Runners – würde das nie funktionieren, weil das GPS-Signal in den engen Gassen zu ungenau ist. Solche für städtisches Gelände systemtypischen Unpräzisionen zeigten sich parallel zum Stadtlauf im Schweizer Fernsehen bei den Live-Tracking-Einblendungen der Orientierungslauf- Weltcup-Sprints im Tessin, wo die Laufenden scheinbar mitten durch ganze Häuser zu rennen schienen.
Zu heiss für Hightech: Roboterin Thea bricht Lauf ab
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