Ski alpin

Marco Odermatt: Sie begrapschen ihn, tätowieren seine Unterschrift aufs Dekolleté – geht die Fanliebe zu weit?

Marco hier, Marco da, Marco überall. Wenn er am Rennwochenende durch Wengen geht, kann er das nicht ohne Begleitschutz tun. Denn Odermatt ist längst mehr als nur ein sehr guter Skifahrer. Er ist Idol, Identifikationsfigur, Kulturgut, ja sogar ein lebender Mythos.
Marco Odermatt: «Ein paar Unterschriften und Selfies gehen immer.»
Foto: Gian Ehrenzeller/Keystone

Wengen ist speziell. Nicht nur, weil die Abfahrt die längste im Weltcup ist und im Unterschied zu den auf dem Reissbrett entworfenen Pisten wie ein Anachronismus wirkt. Wengen ist auch sonst anders. Ein kleines, gemütliches Nest auf einem Hochplateau, nur mit der Bahn zu erreichen, aber mit einem grandiosen Panorama. Aber auch leicht verstaubt. So gehen kleine Läden ein, die Post sucht schon länger eine Alternative und die Zahl der Schulkinder ist stark rückläufig. Doch an drei Tagen im Jahr bricht hier der Wahnsinn aus und fegt das letzte bisschen Staub aus den Gassen.

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