Gefahr im Fitnesscenter

Muskeln um jeden Preis: «Anabolika im Fitnesssport sind eine verborgene Epidemie»

Immer mehr Freizeitsportler greifen zu Anabolika. Psychiater Ingo Butzke erklärt, weshalb soziale Medien den Trend befeuern und warum viele Konsumierende erst Hilfe suchen, wenn schwere Schäden auftreten.
Die Verwendung von verbotenen Anabolika und verwandten Produkten nimmt besorgniserregend zu.
Foto: Getty Images

Soziale Medien promoten einen jungen, perfekten Körper. Der Konsum von Anabolika als verbotenes Mittel zum Zweck steigt auch in der Schweiz steil an. Das Nacheifern von Schönheitsidealen und einer verzerrten Wahrnehmung steigert bei Jugendlichen die Bereitschaft, für die Selbstverwirklichung gesundheitliche Risiken und schwere psychische Nebenwirkungen auf sich zu nehmen. Mehr als die Hälfte der Konsumierenden erwirbt diese Substanzen online – oft über dubiose Kanäle. Neue Studien zur Qualität der auf diesem Weg erworbenen illegalen Steroide zeigen, dass 36 Prozent der gekauften Mittel gefälscht sind und 37 Prozent minderwertig. Mehrheitlich entspricht der Inhalt also nicht der Deklaration.

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