Fussball WM 2026

Wie wenn David Degen den Lohn von Murat Yakin bezahlt: Nur so kann sich Kanada seinen Trainer leisten

Jesse Marsch wurde beim Amtsantritt nicht mit offenen Armen empfangen. Mittlerweile ist er eine lebende Legende. Die Kanadier tun alles, um ihn so lange wie möglich zu halten.
Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch jubelt nach dem 6:0-Sieg im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Katar.
Foto: Darryl Dyck

Als Jesse Marsch vor zwei Jahren Nationaltrainer von Kanada wurde, rümpften einige im Land die Nase: Ein Amerikaner? Meist bekleideten Einheimische das Amt, ab und zu ein Südamerikaner oder ein Europäer, aber noch nie einer vom grossen Nachbarn. 200 Jahre lang war Kanada den USA freundschaftlich verbunden, spätestens seit Donald Trumps zweiter Vereidigung zum US-Präsidenten ist es eine Hassliebe: Wirtschaftlich hängt man den Amerikanern am Rockzipfel. Zölle, Annexionsdrohungen und politische Konflikte führten jedoch zu einem starken, neuartigen Antiamerikanismus und Boykottbewegungen.

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