Eine Frage des Blickwinkels
Im September 1864 sitzt die siebzehnjährige Marguerite Eberle im Freiburger Internat Les Visitations. Zwischen Büchern und Blättern hält sie den Brief ihres Vaters in den Händen. Ambros Eberle, Schwyzer Kanzleidirektor und Visionär, schreibt ihr von einem Hügel oberhalb Brunnens:
Links, wenn man von Brunnen fährt
Dem Mythenstein g’rad über
Liegt eine Wiese im Gehölz
«Brändli» nennt sie das Volk der Hirten.
Was viele damals im «Brändli» Morschach sahen, waren Wald, Steine, harte Arbeit und Kosten. Ambros Eberle aber sah Aussicht, Gäste aus Europa, Zukunft und Entwicklung. Es war eine Frage des Blickwinkels.
Ein Vermächtnis, das weiterlebt
Jahre später wird Marguerite selbst Teil dieser Vision. Nach dem Brand des Hotels Axenstein Ende 1900 eröffnet sie 1902 gemeinsam mit ihrem Mann, Meinrad Theiler, das neue Grand Hôtel Axenstein und hilft mit, aus einer Idee ein Vermächtnis zu machen.
Ein Gala-Abend im Geist der Belle Époque
Was nur wenige wissen: Das Brunner Seehotel Waldstätterhof war eng mit der Familie Eberle verbunden. Julius, der älteste Sohn von Ambros Eberle, heiratete 1878 in zweiter Ehe Anna, die Tochter des Waldstätterhof-Gründers Fridolin Fassbind. So verbindet dieser Ort die Belle Époque mit der Gegenwart und zwei prägende Gastgeberfamilien der Region.
Der Verein kultur . morschach lädt zum festlichen Abend
Für einen unvergesslichen Abend kehrt dieses Lebensgefühl dorthin zurück, wo Geschichte, Gastfreundschaft und genussvolle Eleganz seit Generationen zu Hause sind: ins 1870 erbaute Seehotel Waldstätterhof in Brunnen.
Ort: Seehotel Waldstätterhof, Brunnen
Datum: Samstag, 13. Juni 2026
Beginn: 18.30 Uhr Apéro | 19.00 Uhr Dîner
Erlebnis: 4-Gang-Dîner, Tafelmusik und Tanz mit dem Franz Lehár Quartett
Dresscode nach Wahl: Festlich, Belle Époque oder Schwyzer Tracht
Anmeldung und Infos: kultur . morschach
Wir freuen uns auf Sie! kultur . morschach und Seehotel Waldstätterhof




