Wo Selbstverständlichkeiten zu Herausforderungen werden, beginnt unsere Berufung. Als Praxis für Hand- und Ergotherapie begleiten wir Menschen auf ihrem Weg in eine neue Selbständigkeit.
Die Ergotherapie begreift Handlungen als therapeutische Werkzeuge. Wir nutzen diese Werkzeuge möglichst alltagsnah. Ein Leitgedanke ist, die Übungen und Massnahmen stets so zu wählen, dass individuelle Fähigkeiten gestärkt und Selbstvertrauen aktiviert wird.
Nur wenn unsere Patient:innen nachvollziehen können, warum sie was genau wie tun sollen, sind sie in der Lage, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und es auf das tägliche Handeln daheim zu übertragen. Wir können immer nur den Weg zeigen und unterstützen. Allerdings auch vielfältige Erfolgserlebnisse teilen und Zeugen werden, wie die Lebensqualität unserer Patient:innen wächst.
Der Bedarf für Therapie der Hand nach Verletzungen oder bei abnutzungsbedingten Beschwerden ist stetig und hoch. Sie sind unser wichtigstes Werkzeug – jeden Tag nutzen wir unsere Hände, um Alltägliches zu bewältigen. Durch eine eingeschränkte Beweglichkeit der Finger oder schmerzende Gelenke werden vormals selbstverständliche Dinge plötzlich zur Herausforderung. Wir bieten von der individuellen Schienenversorgung, Techniken zur Gewebelockerung und Ödem-reduzierenden Massnahmen über Narbentherapie, Dry Needling, (De-)Sensibilitätstraining und funktionelles Training bis zu Beratungen für Hilfsmittel und den Arbeitsplatz an.
Ein weiteres Betätigungsfeld sind die vielfältigen Einschränkungen, die neurologische Ursachen haben. In der Therapie orientieren wir uns deshalb an den individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen unserer Patient:innen und ebnen so den Weg für eine zügige und nachhaltige Rückkehr in ein eigenständiges Privat- und Berufsleben. Neben dem Alltagstraining wird gezielt die Hirnleistung trainiert, die Handlungsplanung erarbeitet und Orientierung sowie Wahrnehmung trainiert. Visuelles und kognitives Training ergänzt das rein funktionelle, wobei auch Einhändertraining und Spiegeltherapie genutzt werden.
Ein Feld, das sich derzeit entwickelt, ist das Fatiguemanagement, insbesondere nach Covid-19-Infektion.
Gestartet ist Ulrike Menrad zwar allein, war aber mit ihren Kapazitäten bald ausgelastet, und es musste Unterstützung her. Die Aufstellung eines Teams birgt wiederum ganz eigene Herausforderungen. Dass wir auf einem sehr guten Weg sind, spüren wir allerdings, da alle unsere Mitarbeiterinnen herzlich lachen können mit den Patient:innen und über sich selbst.
Dabei leben wir unseren hohen Anspruch an die Professionalität der Versorgung durch regelmässigen Austausch im Team, mit Fallbesprechungen und internen Fortbildungen. Jedes neue Teammitglied wird intensiv eingearbeitet, und sämtliche Praktikant:innen haben sich von unserer Betreuung begeistert gezeigt. Interessanterweise mögen wir alle Marzipan und sitzen gerne auf dem Boden oder auf unseren untergeschlagenen Beinen.
Aktuell besteht das Team aus fünf Therapeut:innen und einer Fachkraft Administration. Diese wertvolle Arbeit im Hintergrund erlaubt es erst, dass wir uns ganz unseren Patient:innen widmen können und die Herzlichkeit nicht der Verwaltung zum Opfer fällt. In Kürze wird ein zertifizierter Schmerztherapeut nach Liebscher-Bracht dem Team beitreten, und die Behandlung von, auch bereits mehreren Jahren alten, Narben wird zunehmend mehr Raum einnehmen. Auch sollen ergänzende Therapieansätze, für welche die Qualifikationen vorliegen, verstärkt genutzt werden. Therapeutisches Klettern, autogenes Training oder die Durchführung von Entspannungsgruppen sind nur einige davon.
Die weitere Entwicklung der Praxis sehen wir durchweg positiv und freuen uns auf die kommenden Jahre am Fusse der Mythen.

