Jolanda van de Graaf
Nach drei Stunden Marschzeit nahe der Baumgrenze im frisch verschneiten Unterwalliser Val d’Anniviers bleibt Wolf-Wissenschaftler David Gerke unvermittelt stehen. Da sind sie – Abdrücke eines Wolfs. Kameramann Luzius Wespe richtet den Drehort ein.
Seine schwere Last – Filmkamera und Stativ wiegen zusammen rund 30 Kilogramm – trägt der Luzerner den ganzen Tag hindurch ohne ein einziges Murren. Der Schwyzer Thomas Horat hantiert mit der Mikrofonstange. Er agiert als Regisseur und Tonmeister. Seit rund sieben Jahren bilden die beiden ein erfolgreiches Gespann.
Biologe Gerke, zu einem Teilpensum für Pro Natura tätig, klappt derweil den Meter aus. «Ein ausgewachsener Wolf hat stets eine Schrittlänge von 120 Zentimetern.» Vor laufender Kamera erklärt er die wichtigsten Unterschiede zwischen einer Wolfsspur und der eines Fuchses.
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