Schwyzer Polizei stoppt LKW-Chauffeur nach Harakiri-Manöver

SEELISBERG/WOLFSPRUNG ⋅ Haarsträubende Szenen im Urnerland: Weil ein rumänischer LKW-Chauffeur die Autobahn-Ausfahrt verpasst hatte, legte er am Anfang des Seelisbergtunnels den Rückwärtsgang ein und wendete anschliessend. Der Chauffeur konnte beim Wolfsprung von der Kapo Schwyz gestoppt werden.

07. Oktober 2020, 15:32

Kurz vor 7.30 Uhr fuhr am Mittwoch der Lenker eines Sattelschleppers mit rumänischen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Richtung Nord. Auf Höhe der Autobahneinfahrt Flüelen setzte er die Pannenblinker und stoppte sein Fahrzeug auf der Normalspur, da er mutmasslich die Ausfahrt Altdorf verpasst hatte, wie die Kantonspolizei Uri in einer Mitteilung schreibt. Kurze Zeit später setzte er die Fahrt in Richtung Nord fort und hielt im Bereich Tunnel Fischlaui erneut an. Anschliessend fuhr der Sattelmotorfahrzeuglenker weiter Richtung Seelisbergtunnel.

Kurz nach Tunneleingang brachte er sein Fahrzeug zum Stillstand, setzte die Pannenblinker und fuhr auf der Normalspur aus dem Tunnel bis Höhe Wendeplatte rückwärts. Dort wendete er sein Fahrzeug und fuhr Richtung Süden davon. «Bei diesen gefährlichen Fahrmanövern kam es zu einigen heiklen Situationen mit korrekt fahrenden Automobilisten», schreibt die Kantonspolizei Uri weiter.

Fahrer wird angezeigt

Das Sattelmotorfahrzeug konnte schliesslich beim Wolfsprung durch die Kantonspolizei Schwyz angehalten werden. Der fehlbare Lenker wird bei der Staatsanwaltschaft Uri zur Anzeige gebracht. Er musste eine Bussenkaution in Höhe von rund 1500 Franken hinterlegen. (pd/rin/hu)

 


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