Wochenkommentar

Prämienverbilligung: Menschen mit tiefem Einkommen darf Schwyz nicht vergessen

Prämienverbilligung? Ein grosses Fragezeichen stellte sich mir, als mir meine Eltern beim Erreichen der Volljährigkeit sagten, was ich beim Amt beantragen müsse. Als sie mir dann erfolgreich erklärten, dass ich wegen meines geringen Einkommens während und kurz nach der Lehre ein Anrecht auf staatliche Unterstützung für die Bezahlung der Krankenkassenprämien hätte, dachte ich mir: Cool, so funktioniert die Schweiz, so funktionieren unsere Sozialwerke.
Haushalte und Personen mit tiefem Einkommen profitieren kaum von den geplanten Anpassungen der Schwyzer Regierung bei der Prämienverbilligung.
Foto: Symbolbild Keystone

Inzwischen sind gefühlte 100 Jahre seit Erreichen meiner Volljährigkeit vergangen – in Tat und Wahrheit etwas über 15 Jahre –, und durch die stetig steigenden Krankenkassenprämien ist die Prämienverbilligung mehr als je zuvor zum politischen Vehikel verkommen. Die Prämienlast bereitet den Leuten Sorgen, der Prämienanstieg wurde von der Politik bisher erfolglos bekämpft – da bedient man sich gerne bei der Prämienverbilligung als einfachem und abfederndem Instrument, statt systematische Verbesserungen herbeizuführen.

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