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Bennau

Panne beim Transport einer Party-Bar: Auf der H8 war es rutschig

Bei der Fahrt mit einer mobilen Bar von Innerschwyz in den äusseren Kantonsteil ist es am Sonntag zu einer technischen Panne gekommen. Vor Bennau hatte das Gefährt plötzlich Öl verloren.
Die Einsiedler Feuerwehr brachte Ölbinder auf den Platz.
Bild: Leserbild Bote der Urschweiz
Das spezielle Granulat nahm das ausgelaufene Öl rasch auf.
Bild: Leserbild Bote der Urschweiz

Die Verkehrsdienste meldeten am Sonntagvormittag um 10.40 Uhr eine Überlastung der Hauptstrasse H8 zwischen Rapperswil und Schwyz. Der Verkehr lief auf einem kurzen Abschnitt nur noch zäh. Bei der Wettertannen vor Bennau bestand Gefahr durch auslaufendes Öl. Ein Traktor samt Anhänger war von Rothenthurm Richtung Biberbrugg unterwegs, als es zu einem offensichtlichen Schaden am Getriebe gekommen war.

Der Traktorfahrer konnte den Anhänger, eine mobile Bar für Festanlässe, sicher auf dem Ausstellplatz zum Stillstand bringen. Man alarmierte die Angehörigen der Feuerwehr Einsiedeln. Sie konnten das Öl auf der Fahrbahn rasch mit Granulat binden.

Die Hauptstrasse 8 ist eine nummerierte Hauptstrasse im Schweizer Strassennetz. Sie führt gemäss Wiki-Angaben von der Ostschweiz in die Innerschweiz. Der Streckenverlauf beginnt in St. Gallen Winkeln an der Hauptstrasse 7 und führt über Herisau ins Neckertal, dann über die Wasserfluh (843 m) nach Lichtensteig, dort zusammen mit der Hauptstrasse 16 nach Wattwil, danach über den 805 Meter hohen Rickenpass nach Rapperswil-Jona, via Seedamm nach Pfäffikon SZ, Sattel, Schwyz, Ibach nach Ingenbohl, wo sie in die Hauptstrasse 2 mündet.

Die gesamte Strecke ist 92 Kilometer lang. Zwischen Schindellegi bei Wollerau und Biberbrugg bei Einsiedeln ist sie vierspurig ausgebaut. Im Mittelalter wurde der Rickenpass als Pilgerweg genutzt. Seit dem 15. Jahrhundert versuchte Schwyz, die Landwege in Richtung Bodensee zu kontrollieren. Um 1695 planten Schwyz und die Fürstabtei St. Gallen, eine Strasse über den Rickenpass zu bauen, um die katholischen Gebiete unter Umgehung der protestantischen Stadt Zürich auf dem Landweg miteinander zu verbinden. Nach der Niederlage im Toggenburgerkrieg von 1712 wurden diese Ausbaupläne jedoch nicht verwirklicht. 1788 entstand jedoch ein durchgehend befahrbarer Weg zwischen der Innerschweiz und St. Gallen.

Die Rickenstrasse zwischen Rapperswil und Ricken wurde zwischen 1828 und 1832 im Interesse der Stadt Rapperswil neu trassiert und zu einer modernen Chaussee ausgebaut. Zwischen 1832 und 1835 wurde auch der angrenzende Streckenabschnitt von Ricken bis Wattwil neu trassiert. Im Strassengesetz von 1834 wurde die Rickenstrasse «von Botsberg, Gemeinde Flawyl, durch das Rindal, nach Lütisburg, Lichtensteig, Wattwyl, St. Gallenkappel und Rapperschwyl» unter Artikel 3b als «Haupt- und Handelsstrasse zweiter Classe» eingestuft.

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