Das hat niemand erwartet: Eine versierte, aber bisher gar nicht bekannte Solistin aus Brunnen, die da eine Show als Chansonkabarettistin hinlegt, ganz im Stil der grossen Vorbilder einer Dietrich oder Knef. Kultur Brunnen bot an zwei Abenden im legendären Schoeck-Atelier dafür die Bühne, die von La Floretteuse absolut faszinierend genutzt wurde. Mit rund zwanzig Titeln besang sie mal deftig, mal lasziv, mal frech, verrucht und mit viel Glitzer und dem Florett all das, was mit Liebe, Laster und Zaster zu tun hat. Verblüffend war zudem, dass bis auf zwei im Original vorgetragene Songs für alle anderen individuelle und sehr witzige, treffende und manchmal auch politische Texte von der Chansonette selbst verfasst respektive umgeschrieben worden sind. Alles passierte mit einem grossen Wimpernaufschlag oder Augenzwinkern, denn verpackt in den Abend waren natürlich viel Kabarett, viel Humor und viel Doppelbödigkeit.
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