Lauerz

Eine sagenhafte Schwanau-Begebenheit befeuert Fantasien bis heute

In patriotischen 1.-August-Reden wird gerne auf die Gründermythen der Eidgenossenschaft zurückgegriffen: Burgruinen fremder Vögte wie auf der Insel Schwanau bilden da einen idealen Bezug.
Um die Insel Schwanau rankt sich eine erschreckende Sage.
Foto: zvg

«Um jene Zeit, da die Vögte in den Waldstätten hausten, sei auf der Schwanau ein Burgherr gesessen, der seine Augen in sündiger Lust auf Gemma von Arth, eine Tochter des Landes, geworfen habe», wusste Jakob Christoph Heer zu berichten. «Nachdem er sie in seine Gewalt gebracht und auf seine Burg im Lowerzersee verschleppt habe, habe sie sich aus dem Fenster des Turms in den See gestürzt und sei da ertrunken.» Heer, der Winterthurer Schriftsteller von Heimatromanen, war sehr auf Sittlichkeit bedacht und wollte in seinem Buch nicht detaillierter auf die fiesen Avancen des Unholds eingehen.

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