Klar, wir wissen es ja: viel trinken, regelmässig Sonnencreme auftragen, nicht alles geben beim Joggen in der Bruthitze. Meine Mutter erinnert mich auch heute «mit vierzgi» noch bei jeder Gelegenheit daran, und ich verdrehe genervt die Augen. «Ja, ich weiss.» Und trotzdem bleibt meine Wasserflasche im Büro oft unangetastet, und nach der Velotour ärgere ich mich über rote Hautstellen auf dem Schulterblatt. Nicht, weil ich es nicht besser wüsste, sondern weil wir – ich bin überzeugt, anderen geht es gleich – glauben, wir hätten es im Griff. Doch diese leise Arroganz, alles zu wissen und doch nichts ändern zu müssen, ist brandgefährlich.
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