Kanton Schwyz

«Die Hälfte der Gemeinden hat Probleme, Kandidaten zu finden»

Das Milizsystem gerät unter Druck: Immer weniger Menschen übernehmen politische Ämter nebenberuflich. Warum das so ist, welche Folgen es hat und welche Lösungen es gibt, erklärt Ursin Fetz von der Fachhochschule Graubünden.
Ursin Fetz ist Institutsleiter des Zentrums für Verwaltungsmanagement (ZVM). Er und sein Team forschen an der Schnittstelle zwischen Gemeinde und Freiwilligentätigkeit. Für ihn ist klar: Das Milizsystem steht unter Druck.
Foto: zvg

Am 19. April finden in den Schwyzer Gemeinden und Bezirken die Erneuerungswahlen statt. Abgesehen von wenigen Ausnahmen werden die meisten Ämter im Milizsystem von den Verantwortlichen nebenberuflich ausgeübt. Doch Personen für solche Ämter zu finden, wird hierzulande offenbar immer schwieriger. «Gemäss neusten Untersuchungen hat die Hälfte der Schweizer Gemeinden Probleme, Kandidaten zu finden», sagt Ursin Fetz, Institutsleiter des Zentrums für Verwaltungsmanagement (ZVM) an der Fachhochschule Graubünden. Das ZVM unterstützt Gemeinden und andere öffentliche Verwaltungen durch Forschung, Beratung und Weiterbildung in Fragen um Gemeindeführung, Strategie, Organisation und Milizaktivitäten. In Schübelbach beispielsweise hat es im Rahmen einer Organisationsanalyse und Strategiearbeit den Gemeinderat begleitet, um die Strukturen der Gemeinde zu überprüfen, Schwachstellen zu erkennen und die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre zu erarbeiten.

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