Kanton Schwyz

Der Holzpfosten im Staatsarchiv: Ein Zeitzeuge von Intrigen und Diplomatie

Sommerserie des Staatsarchivs: Eine Geschichte des Kantons, erzählt anhand von Objekten (1/8).
In der Haldens Fensterpfosten. Mit Inschrift und dem Familienwappen, das mit sechs französischen Königslilien versehen ist.
Foto: Staatsarchiv

An einer Wand im Parterre des Staatsarchivs, ziemlich unscheinbar zwischen Garderobe und Toilette, hängt ein kunstvoll geschnitzter Holzpfosten. Er ist 93 Zentimeter hoch, 20 Zentimeter breit und 14 Zentimeter tief. Auf der Vorderseite ist eine reich verzierte Säule abgebildet, an deren Spitze die Inschrift «DIETERICH IN DER HALTEN LANDTAMMAN BVWMEISTER DES HVS ze» eingeritzt wurde. Darüber prangt ein Wappenschild, hinter dem sich ein bärtiger Mann mit nacktem Oberkörper und Blätterkrone erhebt. In der rechten Hand trägt dieser ein Schwert, in der linken einen Zirkel. Auf seiner Brust ist ein grosses «T» eingraviert – das Zeichen für das Antoniuskreuz.

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