Geschichte

Jobs verlagern statt Arbeiter reinholen: So wollte der Bund einst die Zuwanderung bremsen

Seit mehr als hundert Jahren fürchtet sich die Schweiz vor der «Überfremdung». 1964 präsentierte eine hochkarätige Kommission eine erstaunliche Lösung.
Die italienischen Arbeiterinnen Cesira und Ida Barbotti bei der Einreise in Chiasso 1945.
Foto: Schweizerisches Sozialarchiv

Die Angst vor der unkontrollierten Zuwanderung hat in der Schweiz eine über hundertjährige Tradition. Bereits um 1900 prägte der Zürcher Armensekretär Carl Alfred Schmid in einer Schrift den Begriff der «Überfremdung»: Er warnte davor, dass die Sozialwerke angesichts der «Invasion» von Fremden zusammenbrechen könnten, die Schweiz ihre «Kultur» und schliesslich gar ihre «nationale Existenz» verlieren könnte. Damals betrug der Ausländeranteil 11,6 Prozent.

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