Es ist eine verzwickte Situation für die Autofahrerin: Ihr Auto steht zwischen zwei geschlossenen Barrieren, rausfahren kann sie nicht. Gleichzeitig naht ein Zug. Passanten versuchen noch, die Barriere zu heben – ohne Erfolg.
Schliesslich ist ein Signalhorn zu hören und eine S-Bahn fährt langsam am Auto vorbei.
Passiert ist der Vorfall am Montagmittag in Zürich-Affoltern beim Bahnübergang an der Zehntenhausstrasse neben dem Bahnhof. Die Stadtpolizei hat keine Kenntnis darüber. Da auf dem Video keine Schäden oder Verletzungen zu sehen sind, wurde sie wohl nicht informiert.
Da der Vorfall keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr hatte, können auch die SBB keine weiteren Angaben machen.
Nicht der erste Vorfall an dem Bahnübergang
Ob ein solcher Vorfall Konsequenzen hat, kann nicht so einfach gesagt werden. Es kommt ganz darauf an, wie es zur Situation gekommen ist und ob es einen Schaden gibt. Hat der Fahrer oder die Fahrerin den Übergang im letzten Moment noch überqueren wollen, könnte ein Missachten eines Rotlichts vorliegen.
Stand er oder sie hingegen auf dem Bahnübergang im Stau, bevor das Rotlicht zu blinken begann, ist die Situation eine andere. Das ist beim betroffenen Bahnübergang nämlich schon 2023 passiert: Damals befuhr ein Autofahrer im Stau den Bahnübergang, als sich plötzlich die Schranken senkten. Das Fahrzeug wurde schliesslich von einem Güterzug gerammt.
SBB-Sprecherin Sabrina Schellenberg rät, sich an die Regeln zu halten und bei blinkenden oder sich schliessenden Barrieren vor dem Bahnübergang anzuhalten. Dann komme es gar nicht erst zu einer «lebensgefährlichen Situation». Wer zwischen den Barrieren feststeckt, dem rät sie «dringend», mit dem Auto die Barrieren zu durchbrechen. (vro, watson)