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Weniger Briefe, weniger Post: So will Rösti bei der Post sparen

Je weniger die Kundinnen und Kunden postalische Dienste nachfragen, desto weniger muss die Post solche anbieten.
Es werden immer weniger Briefe verschickt.
Bild: Gaëtan Bally / Keystone

Der Pöstler hat immer weniger Arbeit. Jahr für Jahr werden weniger Briefe verschickt, Jahr für Jahr weniger Rechnungen am Postschalter einbezahlt. Deshalb will der Bundesrat nun das Pflichtenheft der Post zurechtstutzen.

Konkret soll im Postgesetz eine Art Mechanismus zur Anpassung der Grundversorgung verankert werden, je nachdem, wie sich die Nachfrage entwickelt. Oder anders gesagt: Je weniger die Kundinnen und Kunden ihre Dienstleistungen nachfragen, desto weniger muss die Post solche anbieten.

Vor einem Jahr hatte Post-Minister Albert Rösti in den Grundzügen die entsprechenden Eckwerte vorgestellt, nun werden sie präzisiert, wie aus der am Mittwoch vom Bundesrat verabschiedeten Vernehmlassungsvorlage hervorgeht.

Der Bundesrat kann die Auflagen für die Post lockern, falls folgende Schwellenwerte unterschritten werden:

  • 800 Millionen Briefe pro Jahr
  • 140 Millionen Pakete pro Jahr
  • 350 Millionen Zeitungen oder Zeitschriften pro Jahr

Heute beträgt die Briefmenge noch rund 1,6 Milliarden. Sollte sie sich also halbieren, könnte der Bundesrat die Vorschriften für die Post bei der Briefzustellung reduzieren.

Bis die Gesetzesrevision in Kraft ist, also bis voraussichtlich 2030, passiert jedoch nichts. Bis dahin sollen gemäss Röstis Versprechen «Umfang und Qualität der Grundversorgung» nicht reduziert werden.

++ Update folgt ++

Post-Minister Albert Roesti will die Auflagen für die Post anpassen.
Bild: wiAnthony Anex / Keystone

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